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Recht12 min

Ausländische Künstler in Großbritannien: Quellensteuer und Visum 2026

Was ein britischer Veranstalter bei der Zahlung an einen nicht ansässigen Künstler einbehalten muss (20 % und 12.570 Pfund), welches Visum nötig ist und wie die Permit-free-Festivalliste funktioniert.

von Alejandro García Cestero

CEO und Gründer

Kurze Antwort

Wer einen nicht ansässigen Künstler für einen Auftritt in Großbritannien bezahlt, muss sich bei der Foreign Entertainers Unit der HMRC registrieren und auf Zahlungen oberhalb des persönlichen Freibetrags von 12.570 Pfund den Basissteuersatz von 20 % einbehalten und diesen mit dem Formular FEU1 innerhalb von 14 Tagen nach Ende jedes Quartals abführen.

Wer einen nicht ansässigen Künstler für einen Auftritt in Großbritannien bezahlt, muss sich bei der Foreign Entertainers Unit der HMRC registrieren und auf Zahlungen oberhalb des persönlichen Freibetrags von 12.570 Pfund den Basissteuersatz von 20 % einbehalten und diesen mit dem Formular FEU1 innerhalb von 14 Tagen nach Ende jedes Quartals abführen.

Die Pflicht trifft den Veranstalter, den Veranstaltungsort oder wer auch immer den Scheck unterschreibt – nicht den Künstler. Und sie entfällt nicht, weil das Geld über eine Agentur oder eine zwischengeschaltete Gesellschaft fließt. Dieser Leitfaden fasst zusammen, was das Gesetz und die offiziellen Leitfäden von HMRC und dem Home Office – abgerufen am 7. Oktober 2026 – zu den beiden Stolpersteinen jeder internationalen Buchung sagen: die Quellensteuer und die Arbeitserlaubnis.

Wer behält die Steuer ein, wenn ein ausländischer Künstler in Großbritannien auftritt?

Einbehalten muss, wer zahlt. Section 966 des Income Tax Act 2007, mit dem Titel „Duty to deduct and account for sums representing income tax", greift, wenn ein nicht ansässiger Künstler oder Sportler „performs a relevant activity in the United Kingdom" und eine „payment or transfer connected with the relevant activity" erfolgt. Absatz 2 schließt jedes Schlupfloch: Es spielt keine Rolle, „whether the payment or transfer is made to the performer or anyone else", noch wann das geschieht.

Die Einzelheiten stehen in den Income Tax (Entertainers and Sportsmen) Regulations 1987, SI 1987/530: Die Regulations 3 bis 5 definieren die verbundenen Zahlungen und die Berechnungsregeln, Regulation 10 legt den Abführungstermin fest.

Der praktische HMRC-Leitfaden für den Zahler heißt Pay tax on payments to foreign entertainers and sportspersons. Er beginnt mit einem Schritt, den viele erst spät entdecken: „Before you begin to make payments to an entertainer or sportsperson from outside the UK for a UK performance, you must contact the Foreign Entertainers Unit (FEU) and register for withholding tax". Erst die Registrierung, dann die Zahlung.

Der Satz ist der Basissteuersatz der Einkommensteuer: „For most payments over the personal allowance, you should deduct tax at the UK basic rate of Income Tax". Im Steuerjahr vom 6. April 2026 bis zum 5. April 2027 liegt dieser Basissteuersatz bei 20 % und der persönliche Freibetrag bei 12.570 Pfund. Wenn „the total of all payments to the entertainer or sportsperson in the tax year do not go over the personal tax threshold", entfällt der Einbehalt.

Eigene Einschätzung, nicht die der HMRC: Liegt die Gage nahe an den 12.570 Pfund, lohnt es sich, die Berechnung vorab bei der FEU anzufordern, denn der Leitfaden erklärt nicht im Detail, ob der Freibetrag vor Anwendung der 20 % von der Zahlung abgezogen wird.

Welche Zahlungen unterliegen dem Einbehalt und welche nicht?

Fast alles, was der Künstler rund um den Termin verdient, fällt darunter. Das Helpsheet HS303 von 2026 zählt als Auftrittseinkommen Auftrittsgagen, Boni für den Auftritt in Großbritannien, Einnahmen aus Ausstellungen, Anteile an der Kartenabrechnung, Sende- oder Medienrechte sowie Sponsoring- oder Werbegelder auf.

Der Leitfaden für den Zahler ergänzt Sachpreise – ausdrücklich genannt wird „prizes, such as a car" – und einen Satz, den man zweimal lesen sollte: „the payment does not need to have a direct connection with the UK appearance to qualify for withholding tax".

Ausgenommen sind laut demselben Leitfaden Zahlungen aus dem Verkauf von Audioaufnahmen in jedem Format, einschließlich Downloads, USB-Sticks, CDs, Vinyl und Kassetten, egal ob es sich um Verkaufserlöse oder Vorschüsse handelt. Merchandising mit Tonträgern zählt nicht als Gage.

Geht die Zahlung an eine Agentur, verlangt HMRC, Name und Adresse des Agenten in den entsprechenden Feldern des Formulars anzugeben – der Zahler bleibt für den Einbehalt verantwortlich, auch wenn das Geld über Vermittler läuft.

Die Berechnung, die das Budget verändert

Sachleistungen werden auf den Bruttobetrag hochgerechnet. Das Beispiel der HMRC nimmt ein Flugticket im Wert von 1.000 Pfund: Geteilt durch 80 % ergibt das einen Bruttobetrag von 1.250 Pfund, und die 250 Pfund Steuer zahlt der Zahler aus eigener Tasche.

Die vertragliche Konsequenz ist unmittelbar – und eigene Berechnung auf Grundlage dieser Regeln: Verspricht der Vertrag dem Künstler 10.000 Pfund netto nach britischer Steuer, beträgt der Bruttobetrag 12.500 Pfund und der Einbehalt 2.500 Pfund. Eine „steuerfrei" vereinbarte Gage kostet 25 % mehr, als die Vertragszahl angibt.

Welche Formulare und Fristen muss der Veranstalter einhalten?

Vier Kürzel und ein vierteljährlicher Kalender. HMRC schickt für jeden Abrechnungszeitraum das Formular FEU1, und sowohl das Formular als auch die Zahlung sind „within 14 days of the end of each quarter" einzureichen. Das FEU2 ist die Einbehaltsbescheinigung, die der Künstler erhält; das FEU4 ist die Genehmigung der HMRC, zu einem reduzierten Satz einzubehalten.

QuartalsendeAbführung und FEU1 bisDokument für den Künstler
30. Juni14. JuliFEU2
30. September14. OktoberFEU2
31. Dezember14. JanuarFEU2
5. April19. AprilFEU2

(Fristen berechnet auf Grundlage der 14-Tage-Regel des HMRC-Leitfadens und der vier dort genannten Quartalsenden: 30. Juni, 30. September, 31. Dezember und 5. April.)

Die Sanktion bei Nichteinhaltung steht auf derselben Seite: „If you do not deduct withholding tax, you may have to pay the tax from your own funds. If you do not make the payment when it's due, you may be charged interest". Eine Mitverantwortung des Künstlers gibt es nicht.

Wie lässt sich der Einbehalt vor dem Auftritt reduzieren?

Mit einem vorherigen, schriftlichen Antrag. Der Leitfaden für den Künstler, Pay tax in the UK as a foreign entertainer or sportsperson, legt das Verfahren fest: „To make a reduced tax payment application, you should apply by post using form FEU8 at least 30 days before the payment is due". Und er weist darauf hin, dass für jede Tour oder jeden Besuch ein eigener Antrag nötig ist: „If an appearance is added or cancelled, you must send a new FEU8 to HMRC".

Die Ermäßigung ist keine Gefälligkeit: HMRC kann genehmigen, dass der Einbehalt auf Grundlage des voraussichtlichen Gewinns berechnet wird und nicht auf Grundlage der Bruttozahlung. Anerkannt werden Ausgaben, die „wholly and exclusively in connection with a UK performance" entstehen – der Leitfaden nennt direkte Flüge aus dem Herkunftsland, Unterkunft und die Provisionen von Managern und Agenten. Nicht anerkannt werden, „usually", medizinische Ausgaben, persönliche Sicherheit oder Repräsentationskosten.

Der Einbehalt ist eine Vorauszahlung. HS303 beschreibt ihn als „a payment on account of final liability" und trägt ihn in Feld A236 der Steuerberechnung ein. Reicht der einbehaltene Betrag nicht aus, muss der Künstler HMRC „by 5 October of the next tax year" informieren.

Hilft das Doppelbesteuerungsabkommen, um den Einbehalt zu vermeiden?

Fast nie. Der synthetisierte Text des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Großbritannien und Spanien von 2013, in Kraft seit dem 12. Juni 2014, besagt in Artikel 16.1, dass „notwithstanding the provisions of Articles 7 and 14" die Einkünfte, die ein Ansässiger eines Staates „as an entertainer, such as a theatre, motion picture, radio or television artiste, or a musician" aus seiner persönlichen Tätigkeit im anderen Staat erzielt, „may be taxed in that other State".

Absatz 2 erfasst auch zwischengeschaltete Gesellschaften: Fließen die Einkünfte „not to the entertainer or sportsman but to another person", können sie ebenfalls dort besteuert werden, wo die Tätigkeit ausgeübt wird.

Das HMRC-Handbuch INTM153190 fasst die allgemeine Regel der Abkommen zusammen: Das Land, in dem der Auftritt stattfindet, hat „primary taxing rights" auf diese Einkünfte. Und es nennt die einzige übliche Ausnahme: Manche Abkommen schließen Auftritte aus, die „under cultural arrangements between the two countries or for a non-profit making organisation" erfolgen. Bevor man einem Künstler zusagt, dass kein Einbehalt erfolgt, muss man das jeweils konkrete Abkommen lesen – nicht das Musterabkommen.

Welche Arbeitserlaubnis braucht der Künstler?

Drei Wege, mit unterschiedlichen Gebühren. Der wichtigste ist das Creative Worker Visa aus der Kategorie Temporary Work: „You need to have a certificate of sponsorship from a licensed sponsor before you can apply", mit einem maximalen Aufenthalt „of up to 12 months, or the time given in your certificate of sponsorship plus up to 28 days, whichever is shorter".

Der Appendix Temporary Work – Creative Worker der Immigration Rules ergänzt die Details, die für einen Veranstalter mit mehreren Terminen wichtig sind: Mehrere Engagements sind zulässig, aber „there must be no more than 14 days between each individual engagement", jeder Sponsor stellt sein eigenes Zertifikat aus, der Antragsteller braucht mindestens 1.270 Pfund Rücklagen, und die Gesamtaufenthaltsdauer bei demselben Sponsor erreicht 24 Monate.

WegSponsoringMaximaler AufenthaltOffizielle Gebühr
Creative Worker VisaCertificate of Sponsorship obligatorisch12 Monate, bis zu 24 beim selben Sponsor340 Pfund pro Person, plus 55 für das CoS
Creative-Worker-KonzessionCertificate of Sponsorship, ohne vorheriges Visum3 Monate oder weniger20 Pfund ETA, plus 55 für das CoS
Standard Visitor, Paid EngagementSchriftliche Einladung einer britischen Organisation6 Monate, Auftritt im ersten MonatBesuchergebühr oder 20 Pfund ETA
Sponsor-Lizenz (Veranstalter)EntfälltEntfällt611 Pfund

Die Gebühren stammen aus der Tabelle Home Office immigration and nationality fees mit Wirkung zum 8. Oktober 2026: 340 Pfund für den Temporary-Work-Antrag, der Creative Worker umfasst, innerhalb und außerhalb Großbritanniens; 55 Pfund für das Certificate of Sponsorship der Temporary-Worker-Wege; 611 Pfund für die Temporary Worker Sponsor Licence; 20 Pfund für die Electronic Travel Authorisation. Hinzu kommt der Immigration Health Surcharge, „usually £1,035 per year".

Die Drei-Monats-Konzession und die Falle am Flughafen

Die Creative-Worker-Konzession erlaubt die Einreise ohne Visumantrag, wenn der Künstler ein gültiges Certificate of Sponsorship hat, „to work in the UK for 3 months or less" kommt und ohnehin kein Besuchervisum benötigt. Das Zertifikat läuft drei Monate nach seiner Zuweisung ab.

Das Detail, das Touren ruiniert: Man muss zu einem Border-Force-Beamten und darf nicht die automatischen Schleusen benutzen. Der Leitfaden sagt es so: „Do not use the automatic ePassport gates". Ohne den Stempel im Pass ist der Künstler als Besucher eingereist und darf nicht arbeiten.

Für den Besucherweg erlaubt die offizielle Seite paid engagement or event, „as a professional artist, entertainer or musician" gegen Bezahlung aufzutreten, sofern eine schriftliche Einladung einer britischen Organisation oder eines britischen Auftraggebers vorliegt: „You can come to the UK for up to 6 months, but you must do the engagement in the first month".

Die Verhaltenskodizes der Branche

Der Sponsor zahlt nicht nur die Lizenz, er unterschreibt auch Erklärungen. Der Leitfaden zum Sponsoring eines Creative Workers listet sieben Bereiche mit eigenem Verhaltenskodex auf: Ballett, andere Tanzformen, Film- und Fernsehdarsteller, Opernsänger, Theaterschauspieler, Film- und Fernsehmitarbeiter sowie Modemodels. Live-Musik gehört nicht zu diesen sieben Bereichen. Eigene Einschätzung: Der Sponsor eines Musikers stützt sich dann auf den alternativen Weg von Abschnitt CRV 4.2 des Appendix – den der gelisteten Tätigkeit und des einzigartigen Beitrags zum kreativen Leben Großbritanniens.

Die Warnung ist eindeutig: „If you state on the CoS that you have followed the relevant code of practice but we later find you have not, we will revoke your sponsor licence".

Was ist ein Permit-free-Festival und wie kommt mein Festival auf die Liste?

Es ist die Liste des Home Office, die das Sponsoring erspart. Der Appendix Visitor: Permit Free Festival List, aktualisiert am 3. August 2026, beginnt mit diesem Satz: „An artist, entertainer or musician visiting the UK to perform at one or more of the following permit free festivals may receive payment to do so". Es sind 72 Festivals, von Africa Oye und dem Aldeburgh Festival bis zu All Points East, dem Belfast International Arts Festival, Belsonic oder dem Boomtown Festival.

Auf der Liste zu stehen bedeutet, dass das Festival ausländische Künstler einladen kann, ohne ein Certificate of Sponsorship auszustellen, und dass diese Künstler im Rahmen des Besucherwegs bezahlt werden.

Die Voraussetzungen für die Aufnahme stehen in How to apply to get on the list of permit free festivals: „established for at least 3 years" bestehen, „an audience of at least 15,000 for each of the last 3 festivals" gehabt haben, die gleiche Besucherzahl für die nächste Ausgabe vorhersehen und „at least 15 non-British or Irish performers" bei jeder der letzten drei Ausgaben sowie weitere 15 für die kommende Saison aufweisen. Die Antragsfrist für Festivals, die zwischen April 2026 und April 2027 stattfinden, endete am 30. Januar 2026.

Zwei praktische Konsequenzen. Die Liste wird jährlich erstellt und die Frist fällt in den Januar, die Entscheidung für den Antrag muss also mehr als ein Jahr im Voraus fallen. Und die Bedingung von 15.000 Besuchern schließt die meisten kleineren Festivals aus, die weiterhin eine Sponsor-Lizenz benötigen. Nichts davon ersetzt die Genehmigung des Veranstaltungsorts, die Premises Licence oder das Temporary Event Notice, die einem anderen Verfahren folgen.

Muss für die Gage National Insurance oder Mehrwertsteuer gezahlt werden?

Sozialabgaben in der Regel nicht; Mehrwertsteuer wahrscheinlich doch, über das Reverse-Charge-Verfahren. Die Social Security (Categorisation of Earners) (Amendment) Regulations 2014, in Kraft seit dem 6. April 2014, haben Paragraph 5A von Schedule 1 der Verordnung von 1978 gestrichen: Seitdem gelten Künstler nicht mehr als „employed earners", und ihre Gagen lösen keine Class 1 NICs aus.

Für Künstler, die aus der Europäischen Union entsandt werden, gilt das Sozialversicherungsprotokoll des Abkommens mit der EU. Der HMRC-Leitfaden zu Sozialabgaben für Personen, die zum Arbeiten nach Großbritannien kommen, erlaubt die weitere Einzahlung im Heimatland, wenn der Aufenthalt zwei Jahre nicht überschreitet und eine Bescheinigung vorliegt: „You only need to pay social security contributions into an EU country's scheme, if that country's social security institution has issued you with a certificate of coverage (also referred to as a PDA1)". Derselbe Leitfaden weist darauf hin, dass diese Bescheinigung „is not a work permit" ist: Sie ersetzt das Visum nicht.

In Bezug auf die Mehrwertsteuer folgt die Gage eines ausländischen Künstlers, die einem britischen Veranstalter in Rechnung gestellt wird, der allgemeinen B2B-Regel des VAT Notice 741A: „The B2B general rule for supplies of services is that the supply is made where the customer belongs" (Abschnitt 6.3). Abschnitt 9.2 präzisiert, dass „the only B2B service taxable where performed is the admission to an event". Und Abschnitt 5.1 aktiviert das Reverse-Charge-Verfahren, wenn der Leistungsort Großbritannien ist, der Anbieter im Ausland sitzt und der Kunde im Inland. Der Veranstalter führt die Mehrwertsteuer auf die Gage selbst ab.

Was vor der Unterschrift im Vertrag zu prüfen ist

Sieben Prüfpunkte, alle vor der ersten Überweisung.

Der Zahler registriert sich bei der FEU, bevor der Vorschuss gezahlt wird. Die Registrierung erfolgt vor den Zahlungen, nicht gleichzeitig. Geht die Anzahlung vor der Registrierung heraus, liegt bereits ein Verstoß vor.

„Brutto" oder „netto" in der Gagenklausel festhalten. Eine Nettogage von 10.000 Pfund bedeutet 12.500 Pfund brutto und 2.500 Pfund Einbehalt. Dieser Unterschied muss im Budget stehen, nicht erst am Konzerttag diskutiert werden.

Das FEU8 mit 30 Tagen Vorlauf beantragen. Der Antrag auf reduzierten Einbehalt wird mindestens 30 Tage vor der Zahlung per Post eingereicht, und jede Terminänderung erfordert einen neuen Antrag.

Belege für anrechenbare Ausgaben aufbewahren. Direktflüge aus dem Herkunftsland, Unterkunft und Agenturprovisionen werden berücksichtigt; persönliche Sicherheit und Repräsentation nicht.

Prüfen, wer in der Kette tatsächlich zahlt. Zahlt man an eine Agentur, die den Künstler bezahlt, verschiebt sich die Einbehaltspflicht nicht: Sie bleibt beim ursprünglichen Zahler.

Den Einreiseweg schriftlich mit dem Künstler bestätigen. Certificate of Sponsorship, Drei-Monats-Konzession oder Besuchereinladung – und im zweiten Fall die ausdrückliche Anweisung, nicht die automatischen Schleusen am Flughafen zu nutzen.

Januar im Kalender markieren, wenn das Festival auf die Liste will. Die Frist für die Permit-free-Liste endet Ende Januar für die Saison, die im April des folgenden Jahres beginnt.

Und was trägt Futura Tickets hier bei?

Keine Ticketing-Plattform behält für dich ein: Der Einbehalt obliegt demjenigen, der die Gage zahlt. Was tatsächlich vom Verkaufssystem abhängt, ist der Nachweis des Kartenanteils, den HS303 unter die steuerpflichtigen Einkünfte zählt: Man braucht den Bruttobetrag pro Event, pro Tickettyp und pro Kanal, mit einem Stichtag, der mit der Abrechnung gegenüber dem Künstler übereinstimmt. Futura Tickets ist eine spanische SaaS-Plattform für professionelle Veranstalter, ohne Monatsgebühr – 0 € im Monat – und mit einer Besucherdatenbank, die zu 100 % dem Veranstalter gehört; die Zahlung erfolgt über 8 Zahlungsmethoden zwischen Stripe und Redsys. Für einen Veranstalter, der gegen die Kartenabrechnung abrechnet, zählt der exportierbare Datensatz mehr als das Dashboard: Dort liegt das Detail dessen, was die Plattform mit dem Verkauf und den Berichten leistet.

Fazit

Die Buchung eines ausländischen Künstlers in Großbritannien läuft nach zwei Uhren. Die steuerliche beginnt vor der ersten Zahlung, mit der Registrierung bei der Foreign Entertainers Unit, und schließt jedes Quartal mit dem FEU1 nach 14 Tagen. Die einwanderungsrechtliche beginnt mit dem Certificate of Sponsorship oder der Besuchereinladung, und bei der Drei-Monats-Konzession entscheidet sich alles an der Passkontrolle.

Die beiden Zahlen, die man sich merken sollte, sind die 20 % des Basissteuersatzes und die 12.570 Pfund persönlicher Freibetrag im Steuerjahr 2026-2027. Der Rest – anrechenbare Ausgaben, Abkommen, Verhaltenskodizes – lässt sich mit rechtzeitig beantragten Unterlagen regeln. Wer bereits mit dem 30-prozentigen Einbehalt in den USA zu tun hatte, erkennt das Muster wieder, auch wenn Fristen und Formulare anders aussehen. Und wer in Großbritannien zusätzlich Veranstaltungen organisiert, muss parallel dazu das Martyn's Law und die Genehmigung des Veranstaltungsorts im Blick haben.

Für die spanische Seite des Geschäfts – Mehrwertsteuer auf Tickets, Einbehalt bei ansässigen Künstlern und Rechnungsstellung – ist die Besteuerung des Ticketverkaufs in Spanien der richtige Ausgangspunkt.

Quellen

Branchennews: Großbritannien

futuratickets.uk/revista

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Häufige Fragen

Wie viel muss bei einem ausländischen Künstler in Großbritannien einbehalten werden?
Der Basissteuersatz der Einkommensteuer, der im Steuerjahr 2026-2027 bei 20 % liegt, auf alle Zahlungen, die mit dem Auftritt in Großbritannien zusammenhängen. Übersteigt die Summe aller Zahlungen an den Künstler im Steuerjahr den persönlichen Freibetrag von 12.570 Pfund nicht, verlangt die HMRC keinen Einbehalt – der Zahler muss sich aber trotzdem vorher bei der Foreign Entertainers Unit registrieren.
Wer haftet, wenn der Veranstalter nicht einbehält?
Der Zahler. Der HMRC-Leitfaden sagt es unverblümt: Wer die Quellensteuer nicht einbehält, muss die Steuer unter Umständen aus eigenen Mitteln zahlen, und bei verspäteter Abführung kommen Zinsen hinzu. Die Pflicht ergibt sich aus Section 966 des Income Tax Act 2007 und trifft denjenigen, der die Zahlung oder Überweisung vornimmt – nicht den Künstler.
Hilft das Doppelbesteuerungsabkommen, um den Einbehalt zu vermeiden?
In der Regel nicht. Artikel 16 des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen Großbritannien und Spanien von 2013 erlaubt es, Einkünfte, die ein Künstler aus seiner persönlichen Tätigkeit erzielt, in dem Staat zu besteuern, in dem der Auftritt stattfindet – selbst wenn die Zahlung an eine Gesellschaft fließt. Das HMRC-Handbuch INTM153190 spricht von „primary taxing rights" für das Land des Auftritts.
Welches Visum braucht ein ausländischer Musiker für einen Auftritt in Großbritannien?
Das hängt vom gewählten Weg ab. Das Creative Worker Visa erfordert ein Certificate of Sponsorship von einem lizenzierten Sponsor und kostet 340 Pfund pro Person. Bei einem Aufenthalt von drei Monaten oder weniger, und wenn der Künstler ohnehin kein Besuchervisum benötigt, reicht die Einreise über die Creative-Worker-Konzession. Ein Auftritt bei einem Permit-free-Festival kann als Standard Visitor erfolgen.
Wie kommt mein Festival auf die Liste der Permit-free-Festivals?
Man muss es beim Home Office beantragen. Voraussetzungen sind drei vorherige Ausgaben, eine Besucherzahl von mindestens 15.000 Personen bei jeder der letzten drei Ausgaben sowie eine entsprechende Prognose für die nächste, und mindestens 15 nicht-britische oder nicht-irische Künstler bei jeder dieser drei Ausgaben. Die Frist für 2026-2027 endete am 30. Januar 2026.
Muss für die Gage eines Künstlers National Insurance gezahlt werden?
Seit dem 6. April 2014 gelten Künstler für Beitragszwecke nicht mehr als „employed earners": Die Verordnung SI 2014/635 hat Paragraph 5A von Schedule 1 der Verordnung von 1978 gestrichen. Ein Künstler, der für bis zu zwei Jahre aus der EU entsandt wird, kann weiterhin in seinem Heimatland versichert bleiben, wenn er eine A1-Bescheinigung vorlegt.

Über den Autor

Alejandro García Cestero

CEO und Gründer

Gründer und CEO von Futura Tickets. Verantwortet Produktstrategie, Geschäftsentwicklung und die Beziehung zu Veranstaltern — mit dem Ziel, ihnen die volle Kontrolle über Ticketverkauf und Daten zu geben.

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